EIN AUSSERGEWÖHNLICHES ABENTEUER

Dass ich nach Nepal ging, war eher eine spontane Entscheidung. Mein Bruder Carlo Camenzind ist ein Mitglied der Sharing Minds Organisation. Er hat mir viele spannende und bewegende Geschichten von der Organisation und dessen Projekte erzählt. Deshalb haben wir spontan beschlossen uns die Projekte vor Ort anzusehen und die Kultur, Sprache und die Lebensart von Nepal kennenzulernen und hautnah mitzuerleben. Wir haben bereits vor der Abreise besprochen, dass wir unsere Impressionen von der National Pioneer Academy in Kathmandu auf Kamera festhalten möchten.

Als wir nach einem langen Flug in Kathmandu ankamen, wurden wir sehr herzlich von Bharat, dem Schuleiter empfangen. Anschliessend fuhren wir zirka 20 Minuten durch die vollen Strassen von Kathmandu zur National Pioneer Academy. Die ganze Huperei, der dichte Verkehr, alles fühlte sich schon sehr aufregend an. Als wir schliesslich das letzte Stück noch zur Schule liefen wurden wir beim Empfang von den Schulkindern so was von überrascht. Sie begrüssten und überreichten uns Blumenkränze und Zeichnungen. Mit einer solch Friedlichen und Willkommenen Art haben wir auf keinen Fall gerechnet. Kurz gesagt es war ein idealer Start für unser Volunteer Abenteuer und wir fühlten uns von Anfang an sehr wohl und willkommen.

In den folgenden Tagen lernten wir die Schule, dessen Hintergründe, die Kultur, das Essen und die Kinder viel besser kennen. Ebenfalls wollten Bharat, die Lehrpersonen, die Aufsichtspersonen und die Kinder viel über uns und unsere Herkunft wissen, so fand ein sehr interessanter und spannender Austausch statt. Wie bereits vor Abreise geplant, konnten wir unsere Impressionen auf Kamera festhalten und freuen uns schon jetzt, unsere Eindrücke unserer Familie und Freunden, sowie der Sharing Minds Organisation zu präsentieren. Zudem konnten wir die Computer an der Schule wieder auf Vordermann bringen. Im Weiteren haben wir mit Bharat und weiteren Volunteers ein provisorisches Schulzimmer aus Bambus und Blech gebaut, welches nun vorübergehend für den Unterricht genutzt wird. Da bei uns immer viel los war, ging die Zeit an der Schule dann leider viel zu schnell rum.

Als es dann tatsächlich hiess „auf zum Flughafen“ waren wir schon etwas traurig, dass die tolle Zeit so schnell vorbei war, aber wir möchten keinen einzigen Moment missen. Unsere erste Erfahrung in Nepal und als Volunteer war absolut genial. Wir haben viele nette und liebevolle Menschen kennen und schätzen gelernt, konnten einigen Kindern ein Lächeln auf das Gesicht zaubern, hatten einen interessanten und ungefärbten Einblick in diese wundervolle Kultur und einiges an Abenteuer.

Zu guter Letzt möchte ich mich bei der National Pioneer Academy und bei der Sharing Minds Organisation für das aussergewöhnliche Abenteuer bedanken, welches nach wie vor in meinem Kopf herumschwebt, als wäre es erst gestern gewesen.

Remo Camenzind